Literatur - Buchbesprechungen

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Spannende Inputs über TanzGeschichte / Tanz+Körper/ Frau+Körer /Frau+Gesellschaft:

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Weitere Bücher auf meiner Bücherliste

TanzGeschichte: Die Wurzeln des Tanzes seit der Urzeit
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Courtesy: University of Texas Press; copyright Aug. 2015

Dancing at the Dawn of Agriculture von Joseph Garfinkel

Ich las über dieses Buch, das ich sofort bestellen wollte: Das 2006 erschienene und scheinbar erste Buch über systematisch gesammelte Abbildungen des Tanzes aus der Frühzeit der Menschheitsgeschichte....

Joseph Garfinkel, der amerikanische Autor, sammelte Abbildungen von Tanzszenen im fruchtbaren Halbmond und Südosteuropa und zeigt uns eine tolle Sammlung von Abbildungen, v.a. auf Tongefässen sowie von kleinen Statuetten im Zeitraum vom 10. bis 2. Jahrtausend vor Chr.

Über die  Tanzgewohnheiten der Jäger-Sammlerinnen-Gesellschaften noch früherer Zeiten weiss man praktisch nichts und kann sich diese nur durch Forschungen über noch ähnlich lebender Völker vorstellen. 

Das Buch ist sehr wissenschaftlich gehalten; viel statistisches Material über Körperhaltungen, Frisuren, Masken, Kostüme, Männer- und Frauenfiguren etc.; die Abbildungen gliedert der Autor nach Regionen, und zusätzlich versucht er, den Status des Tanzes zu interpretieren.

Nach 10 Jahren Auseinandersetzung mit türkischem und griechischem Volkstanz fand ich es besonders spannend, die Abbildungen aus der Perspektive der Tanzhaltungen zu betrachten: Oft sind es Tanzgruppen, die da gezeigt werden, und sie halten sich in verschiedensten Weisen an den Händen oder Schultern, wie wir es heute noch kennen.

Für tanzgeschichtlich interessierte Freaks wie mich ein gefundener Leseschmaus.

© Copyright Text: Irene von Salis Williams

TanzGeschichte des Oriental.Tanzes: Die Schlange vom Nil
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Die Schlange vom Nil von Wendy Buenaventura - der Standard für Interessierte

Geschichte des Orientalischen Tanzes in Wort und Bild

Dieser wunderschöne Bildband ist für viele Begeisterte des Orientalischen Tanzes ein Standardwerk. Wendy Buonaventura - selber Tänzerin und Lehrerin - führt durch die Geschichte und untermalt diese mit unzähligen wunderschönen Bildern; viele aus der Zeit im 19. Jh., als Europäer begannen, den Orient zu entdecken und fasziniert waren von diesem Tanz, der so konträr zum Ballett ist, wo im Westen Schweben statt "erdig" tanzen, wo andgrogyne Körper im Gegensatz zur vollen Weiblichkeit im Vordergrund stehen. Kein Wunder, waren die Europäer fasziniert und liessen ihrer Fantasie freien Lauf...

Leider ist dieses Buch in Deutsch vergriffen, aber antiquarisch erhältlich.
Die englische Version "Serpent of the  Nile" ist bei Saqi Books bestellbar.

 

© Copyright Text: Irene von Salis

TanzGeschichte: I put a spell on you: unanständige Tänzerinnen
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I put a spell on you von Wendy Buonaventura

Dieses Buch von Wendy ist der Tanzgeschichte gewidmet; oder jedenfalls  Eckpfeilern davon, die repräsentativ für eine kulturelle Zeitspanne stehen. Die Stellung der Frauen in der Gesellschaft wie im damaligen kulturellen Leben werden jeweils beleuchtet.

 

Im Scheinwerferlicht der Tanz-Bühnen stehen:

 

1.    And God created Devil-Woman

Anhand von Salome, der wilden, ungebändigten und fordernden Frau, die als Gegenleistung ihres Tanzes von König Herodes den Kopf Johannes des Täufers verlangte, zeigt uns Wendy Buonaventura auf, wie die Rechte der Frau und ihr Körper – auch durch die Entwicklung der monotheistischen (ein-Gott)-Religionen eingeengt - gebändigt und kontrolliert wurde.

Auch Wendy’s ganz persönliche etwas schwierigen Erfahrungen mit der Kirche werden in diesem Kapitel aufgezeigt.

 

2. Sexual Imposters

Die Autorin beschreibt die japanische Geisha- und Theaterkultur, wo Männer die perfekten Frauen darstellen, denn eine Frau kann so perfekt gar nie sein. Die „Drag-Kultur“ existiert in allen Gesellschaften, wo Männer ihre idealisierten Wunschgeschöpfe darstellen.

 

3. Revolution on the Dance Floor

Der Walzer war in Europa die tänzerische Befreiung vom steifen Menuett. Mann und Frau durften und mussten in enger Haltung tanzen – einerseits durch das schnelle Drehen, andererseits, damit die Dame in ihrem engen Walfischknochen- oder Stahlkorsett nicht in Ohnmacht fiel. Es kam öfters vor, dass die Frau beim Ausziehen ihres Korsetts erst bemerkte, dass es sich in ihren Körper gebohrt hatte und sie blutete. Dass Kinderlosigkeit  und ernsthaftes Kranksein am engen Schnüren lag, kam wenigen in den Sinn

 

4. Forbidden Fruit

Die aus aus den armen Schichten stammenden Can-Can-Tänzerinnen in der kulturellen Weltstadt Paris des 19. Jahrhunderts sind die Protagonistinnen dieses Buchteiles. Ihr Mut, ihre Frechheit (sie schmetterten mit ihren Beinen die Hüte von den Kopfen der Herren) hoben sich von den grossbürgerlichen Damen weit ab und ernteten manchmal deren heimliche Bewunderung.

 

5. 20th-Century Goddess

Die Geschichte von Isadora Duncan, der Erfinderin des Modern Dance, die als erste in langen fliessenden Gewändern und barfuss auf die Bühne kam und alles Einengende ablehnte. Ihre Bewegungen schienen „alltäglich“ zu sein, aber in einer seltenen Perfektion und Anmut. Sie muss den Rekationen nach eine sehr grosse Ausstrahlung gehabt haben.

 

6. Black Bottoms

Schwarze Musik, schwarzer „wilder“ Tanz in den USA – bis heute wegweisend für die allermeisten modernen Tanz- und Musikstile.

 

7. Battle of Sexes

Die Geschichte des argentinischen Tangos, der zuerst nur von männlichen Auswanderen getanzt wurde, da diese die Frauen zahlenmässig ums Tausendfache übertrafen. Mit der Zeit schwappte die Welle bis nach Paris, wo der Tango – wie viele andere „wilde“ Tänze -gezähmt und „gesellschaftlich akzeptabel“ beschnitten wurde.

 

8. Danse Macabre

Ja, wirklich makaber, was das Ballet mit den Füssen der Frauen anstellt. Unglaublich, was ich hier an Leid gelesen haben – gefordert von allermeist männlichen Choreographen, die „die Frauen lieben“ – genau, sie lieben die androgynen, abgehobenen Geschöpfe, die durch die Tanzsäle schweben – wieder einmal mehr Männerträume als reelles Fleisch und Blut.

 

9. Dance of the Seven Veils

Die Kurzfassung des Orientalischen Tanzes inkl. den Beschrieb der Ouled Naïl; eines algerischen Stammes, dessen Frauen vor ihrer Heirat in die Oase tanzen gehen – mit glänzender und Kehrseite der Medaille.

 

© Copyright Text: Irene von Salis

Tanzgeschichte: Midnight Rose - Biographie über Maude Allan
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Midnight Rose von Wendy Buonaventura: Biographie über die Tänzerin Maude Allan

Salome: Diese biblische Figur tanzte für König Herodes, verlangte und erhielt dafür den Kopf von Johannes dem Täufer; männlicher Albtraum einer selbstbestimmten Frau und Projektionsfläche für vieles und für viele.

 

Maude Allen war Anfangs 20. Jahrhundert DIE Salome-Darstellerin. Eine Schülerin der grossen Isadora Duncan, fand sie eine Nische und blieb den Leuten vor allem wegen ihrer Salome-Darstellung und gewagten Kostüme im Gedächtnis zu einer Zeit, als Tänzerinnen gesellschaftlich nicht viel mehr als Prostituierte zählten.

 

Wendy Buonaventura beschreibt das Leben dieser amerikanischen Künstlerin mit Fiktivem – elegant verpackt in Träumen von Maude, Auszügen aus einem Prozess, den Maude Allen wegen schlechter Nachrede anstrengte und den Erzählungen ihrer besten Freundin Nettie an einen Journalisten sowie Maudes (meist fiktiven) Briefen an sie. Die Szenen wechseln sich ab, was den Text lebendig gestaltet.

 

Mir hat diese Biographie gut gefallen. Da ich Wendy persönlich und ihre Meinung zur Kunst und zum Tanz kenne, kam es mir manchmal vor, als ob sich ihre eigenen Erlebnisse als Künstlerin/Tänzerin mit dem der „Midnight Rose“ verwebten; es wurde mir klar, wie ähnlich es ihr in manchen Situationen ergangen sein muss. Buenaventura’s  eigene Salome-Darstellung in ihrem starken Ausdruck klingt noch Jahre danach nach; jetzt verstehe ich die Motivation dafür noch besser.

 

Wer Maude Allan (und dadurch Wendy Buonaventura) kennen lernen will, dem sei diese lesenswerte Biographie empfohlen. (Nur in Englisch erhältlich bei Cinnabar Books oder unter Link).

Tanz+Körper: Community Dance - Jeder kann tanzen
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Community Dance - Jeder kann tanzen  Royston Maldoom & Jacalyn Carley

... oder wie Menschen durch ihr Tanzen über sich hinauswachsen können

Vielleicht habt Ihr den Film "Rhythm is it" gesehen, worin Royston Maldoom das Sacre du Printemps mit Jugendlichen aus Problemvierteln aufführt.
Oder den Film "Dance - take the lead" mit Antonia Banderas, worin er den Tanzlehrer Pierre Dulaine spielt und Ähnliches in den USA bewirkt.

In diesen Filmen - wie auch diesem Buch - geht es darum, Jugendliche, Migranten, Tanzmuffel oder überhaupt jede und jeden für das Bewegen zu Musik zu begeistern, aus der Comfort Zone auszubrechen und dadurch im besten Falle erhebende Erfahrungen zu machen.

Das Buch gibt Tipps, Ratschläge, zeigt Beispiele auf und ermuntert Mutige, sich an dieses Thema zu wagen und in der eigenen Schule oder wo auch immer Community Dance-Projekte zu realisieren.

Schlussendlich geht es um den Fokus: Fokus auf die Wahrnehmung des eigenen Körpers, des Raumes, und vor allem Fokus auf die eigene Innenwelt: die Stille. Aus der Stille entstehen die wichtigsten Einsichten und Ideen im Leben - das weiss ich aus eigener Erfahrung.

 

Verlag Henschel

Tanz+Körper: Medecine Movement - Transformatives Tanzen
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Movement Medecine von Susannah & Ja'acov Darling Khan 

Seit einigen Jahren besuche ich ab und zu Workshops dieses Paares, die lange Jahre "5 Rhythmen" unterrichteten und dies bei der Begründerin, Gabrielle Roth, lernten und mit ihr zusammen arbeiteten.
Sie haben inzwischen diese Technik weiter entwickelt und ihr Eigenes kreiert.

Ihr Konzept ist, über achtsames, freies Bewegen, schamanische Techniken, wissenschaftliche Erkenntnisse und sorgfältig ausgewählte Musik die TeilnehmerInnen an ein spezifisches Thema zu führen. Der Körper lügt nie, und es ist erstaunlich, was zutage gefördert wird, ohne gleich Psychodramas auszulösen.

Dieses Buch beschreibt die Techniken, gibt Beispiele und zeigt Übungen auf, die man selber zu Hause machen kann, wenn man sich danach fühlt.

Meine tiefe Überzeugung: alles Erlebte speichert sich in jeder unserer Zellen (und scheint durch die Epigenetik wissenschaftlich bewiesen zu sein); die geistige Auseinandersetzung hilft uns bei der Bewusstwerdung, aber ab und an spricht der Körper direkt zu uns; und transformieren können wir Themen vor allem über nicht-intellektuelles Schaffen, sei es Gestalten, Schreiben, Malen ... - und hier eben über den Körper - als Tanzbegeisterte überzeugt mich das Arbeiten mit dem Körper am  meisten - aus eigener Erfahrung.

 

FrauenKörper: Vulva - die Geschichte des weibl. Geschlechts
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Vulva - die Enthüllung des unsichtbaren Geschlechts von Mithu M. Sanyal

Der Umschlag ist pink - VULVA ist gross drauf geschrieben - auch wenn man den Schutzumschlag wegnimmt. Wer getraut sich, das Buch locker im Tram zu lesen? Gerade das sollte Frau aber tun, um andere Frauen zum Lesen zu animieren.

Interessant: Das Buch war drei Tage nach Erscheinen der ersten Kritik in der Zeitung im meiner Buchhandlung bereits ausverkauft.

 

"Vulva" ist eine spannende Kulturgeschichte der Frau, aufgehängt an ihrem "verbotenen" Geschlecht.

 

Die Kapitel sind aufgeteilt nach korrekter Namensgebung des weiblichen Geschlechts, Mythen & Mythologien (bspw. Eva/Jehova, Sheelas, Maria/Maria-Magdalena etc.), und "Stripping and Teasing" (Salome - Nackttanz - moderne weibliche Künsterlinnen). Die Geschichte und viele Beispiele dazu lesen sich leicht und locker, und trotzdem wiegt der Text schwer, ist das Thema doch ziemlich happig, wenn Frau es sich genau überlegt, wie die mächtigen weiblichen Symbole systematisch unterdrückt wurden, ganz einfach verschwunden sind oder weiterhin für männliche Bedürfnisse misbraucht werden (heutiger Porno).

 

Selten habe ich ein Fachbuch gelesen, das so unterhaltsam und (vor)witzig geschrieben wurde. Die Bilder tragen zum lockeren Lesen des inhaltschweren Stoffes dazu bei.

FrauenKörper: Sex und die Zitadelle
www.danseorientale.ch Sex und die Zitadelle

 

Sex und die Zitadelle      von Shereen El Feki 

„Die Sexualität (ist) doch nun einmal das Urphänomen, um das das ganze übrige Leben der Menschheit mit all seinen Einrichtungen kreist
Magnus Hirschfeld: Die Weltreise eines Sexualforschers (1933)

Mit diesem Zitat beginnt das Buch „Sex und die Zitadelle“.


Wie recht hat doch Herr Hirschfeld – das habe ich in den langen Jahren der Auseinandersetzung mit anderen Gesellschaftsformen und der Frauenkulturgeschichte gelernt: Die Reglementierung der (oft weiblichen) Sexualität bestimmt die Regeln des miteinander leben bis hin zur Rechtssprechung.


Shereen El Feki – halb Engländerin, halb Ägypterin und in Kanada aufgewachsen – wollte etwas genauer wissen, wie es sich lebt und liebt in der islamischen Welt rund ums Mittelmeer, und dies nach dem arabischen Frühling.


Es hat sich was getan, ein wiiiiinziger Spalt Richtung freiheitlicheres Denken, aber es gibt noch ganze Berge abzutragen an schwarz-weiss Denken, an Unwissen, an Scham und Angst, an patriarchalen Strukturen (die Männer und Frauen belasten, wie eine von El Feki geleitete Studie 2017 zeigt), an modernisierter Rechtssprechung, an offenerem Religionsverständnis und vor allem am Verzicht auf die weibliche Beschneidung.

El Feki zeigt auf, wie aus der ursprünglich sehr liberalen, lebensbejahenden und erfrischenden Sexualität im islamischen Glauben – denn der Islam ermuntert im Gegensatz zum Christentum die Gläubigen zu körperlichen Freuden – zu kippen begann. Sie zeigt die Gründe auf. Sie spricht mit Leuten, die sich mit dem Thema auseinandersetzen, aber auch mit ganz „normalen“ Menschen in den verschiedensten Lebenssituationen und mit allen sexuellen Ausrichtungen.

Es ist ernüchternd, traurig, mit ein paar Lichtblicken und umwerfenden Geständnissen; und wir LeserInnen merken, dass wir differenziert und genau hinblicken müssen, und das auch auf unsere eigene Gesellschaft, um uns ein Urteil erlauben zu können. Der Westen hatte und hat auch Anteil am Aufkeimen der rigiden islamistischen Gesellschaft.

Durch diese Lektüre sind gerade wir Frauen wieder einmal aufgerufen, unsere hart erkämpfte Freiheit mindestens hier zu nutzen, auszubauen und zu leben; aktiv und voller Lebensfreude.

  

Hanser Verlag 2013

 

© Copyright Text: Irene von Salis

FrauenKörper: Body Drama - ein Buch für eure Töchter
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"Body Drama" von Nancy Redd - ein Buch für Eure Töchter

Ein Buch für "echte Frauen, echte Körper, echte Probleme, echte Antworten"

 

"Meine Brüste sind nicht straff genug" - Was ist los? Was kann ich tun?

"Mein Piercing verheilt icht richtig" - Was ist los? Was kann ich tun?

 

Fragen über Fragen und vernünftige Antworten darauf - alles, was Frauen interessiert, beunruhigt, beschäftigt, stresst. Ohne Tabus. Mit vielen Fotos. Alle abgebildeten Frauen haben normale Körper mit Haaren, Dellen, Unebenheiten, kleinen oder grossen Brüsten, Schenkeln in allen Varianten... Halt das ganze normale tolle Spektrum fraulichen Seins.

 

Nancy Redd gewann die Wahlen Miss Virginia und den Swimsuit-Wettbewerb USA. Trotz Körper mit ein wenig Fett. Bald merkte sie, dass sie nicht dünn genug war, um weiter zu kommen.

Also studierte sie an der Harvard Universität.

Eine höchst intelligente, schöne Frau. Sie hat zusammen mit Angela Diaz - Gesundheitszentrum-Leiterin des Mt. Sinai-Spitals New York - dieses Buch geschrieben, das sich vor allem an junge Frauen richtet; gegen den Wahn der Photoshop-gestylten Einheitskörper.

 

Ein Buch für Junge und Junggebliebene - erfrischend natürlich und "normal". Ein Plädoyer für genetische Vielfalt.

Ein Buch für eure Töchter, Enkelinnen, Freundinnen, Gottenkinder im Teenie-Alter oder für uns alle.

FrauenKörper: Das Buch der Weiblichkeit
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Das Buch der Weiblichkeit: Der 7-Jahres-Rhythmus im Leben einer Frau von Joan Borysenko

Ich kaufte das Buch mit Vorbehalten und nur deshalb, weil namhafte andere Autorinnen diese Lektüre empfahlen. Im Sommer am Strand nahm es mich aber schnell gefangen. Borysenko ist Genetikerin, und vieles wird wissenschaftlich gut verständlich erklärt.

 

Die Protagonistin ist Julia; ein Mädchen – eine Frau. Anhand Ihres Lebens werden die 7-Jahreszyklen der Frau in verschiedensten Facetten beschrieben. Ich fand mich oft wieder in diesem Buch; beispielsweise während der Pubertät, wo sich Mädchen in einen Kokon zurückziehen und oft sehr unnahbar, abweisend oder abgelöscht nach aussen hin wirken – eine ganz normale und nötige Entwicklung. Oder die Lebensmitte, die Frauen sehr oft als Metamorphose erleben – mit einer wacheren, intuitiveren Lebenseinstellung und viel mehr Selbstvertrauen. Borysenko nennt sie die „Wächterinnen“ – Wächterinnen vor allem gegen sorglosen Umgang mit (Un)-Gerechtigkeit gegenüber der Natur oder kritisch gegenüber menschlichem Verhalten.

Daneben lernt man viel über die weibliche Biologie, ohne dass man das Gefühl hat, in einer medizinischen Vorlesung zu sitzen.

 

Dieses Buch ist angenehm unspektakulär, klar und ohne esoterischen Klimbim geschrieben – wirklich zu empfehlen.

FrauenKörper: Barbie Book 2015
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Barbie Bok 2015 von Céline Plaisance

 

Barbies faszinieren und polarisieren. Da sind sich wohl alle einig.

Eine Barbie in der Abaya (der schwarze Umhang der Golfaraberinnen) und daneben eine Barbie im Dessous...

Céline Plaisance stellt sorgfältig Szenen mit Barbies zusammen, fotografiert sie und stellt dadurch Fragen oder macht Aussagen, die auf uns wirken. Dies alles mit einem "clin d'oeil".
Im Buch macht sie wenig Aussagen zu ihren Fotografien - anschauen und wirken lassen reichen auch völlig... 


Link  

Frau + Gesellschaft: Das Verschwinden der Frauen
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Das Verschwinden der Frauen - selektive Geburtenkontrolle und die Folgen von Mara Hvistendahl

Von Korea bis Indien, von China bis Albanien, in Armenien, Georgien oder im Mekong-Delta, in erschreckend vielen Ländern erhoffen sich Mütter einen Sohn. Damit erhalten sie Ansehen und teilweise Macht - in der Familie und der Gesellschaft.

Dieses interessante Buch einer jungen Journalistin, die schon Preise erhielt, stimmt nachdenklich. Sehr nachdenklich.
Das Geschlechterverhältnis Jungen-Mädchen bei der Geburt ist 105 zu 100 (die Jungensterblichkeit ist etwas höher, was die Natur so ausgleicht). 

Es gibt Gegenden in China, wo das Verhältnis 176 Jungen zu 100 Mädchen beträgt - durch selektive Abtreibung von weiblichen Föten; während der Kulturrevolution bis in den 9. Monat!

Mara Hvistendahl beschreibt, wie es dazu kam/kommt, wo sich die Verhältnise etwas erholt haben und wo die Kurve der Abtreibungen ansteigt.

Was das für Folgen hat mit Horden junger, frustrierter Männer: eine markante Verschlechterung der Stellung der Frau sowie  eine Destabilisierung der Gesellschaft.

Und dass in den USA die Frauen sich mehr Mädchen wünschen und dies erwirkt wird mit dem fadenscheinigen Argument "psychische Gesundheit der Mutter" macht das Ganze auch nicht positiver. 

Ein Buch, das den Finger auf eine Wunde legt, die von der Politik nicht genug beachtet wird.

Frau + Gesellschaft: Wie Frauen Frauen sehen
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Wie Frauen Frauen sehen: Neue Wege zwischen Zuneigung und Rivalität von Shere Hite

Viel geschrieben wurde nicht über dieses Thema.

Ich surfte ziemlich lange in den Weiten des Internets, bis ich auf dieses Buch stiess, das ich im Antiquariat noch auftreiben konnte (Erscheinugsjahr 1997).

 

Shere Hite ist die Autorin des bekannten „Hite-Report“, die das sexuelle Erleben der Frau in den Siebziger- und später das von Männern in den Achtzigerjahren, analysierte.

 

Der Titel sagt es: Dieses Buch ist eine Analyse, wie Frauen sich untereinander wahrnehmen und miteinander umgehen. Die Autorin hängt es nicht an der Sexualität auf, wie ich befürchtete; ihre Theorie basiert aber auf dem körperlichen Erleben. Sie erklärt, dass der Körperkontakt sich in unserer Gesellschaft hauptsächlich auf den Kontakt mit Männern und dort vor allem auf den sexuellen Akt beschränkt. Das beweisen ihre Umfragen, in welchen Frauen sich beklagen, viel zu wenig „Kuschel-Kontakt“ von ihren Partnern zu erhalten.

Wir wissen, dass Körperkontakt Geborgenheit und Zugehörigkeitsgefühle auslöst, wichtiger denn je in der heutigen Zeit, wo gemäss Hite 50% der Bevölkerung in den Industrieländern alleine lebt.

Hite plädiert für den (nichtsexuellen) Körperkontakt zwischen Frauen – beispielsweise eine Freundin mind. 30 Minuten lang im Arm halten - um ihr Wärme und Geborgenheit zu vermitteln. Denn Frauenfreundschaften halten oft länger als Beziehungen zu Männern und bilden eine sich gegenseitig unterstützende Schicksalsgemeinschaft.

 

Sie nimmt die Beziehungen von Mutter-Tochter, Schwestern, Frauenfreundschaften, Frauen in der Arbeitswelt sowie lesbische Beziehungen unter die Lupe und zeigt interessante Einsichten und mögliche Aussichten auf – wie z.B. neue Wohnformen von Frauen-Kinder-WGs.

 

Ihr Mantra ist – wie schon viele vor und nach ihr: wenn sich Frauen mehr unterstützen würden, könnte sich die Welt und die herrschenden patriarchalen Werte sich eher verändern. Bis heute fallen sich Frauen in den Rücken, sobald ein Mann ins Spiel kommt (die häufigste Klage von Frauen ist, dass ihre Freundin sie fallen gelassen/vernachlässigt hat, sobald sie einen Partner kennen lernte). Hite: Frauenfreundschaften bilden eine unterschätzte und nicht-beachtete Sub-Kultur, die die Gesellschaft stützen und deren Struktur von der Gemeinschaft übernommen werden müsste (Mütterlichkeit, gegenseitige Unterstützung, Empathie etc. ).

 

Ein Hoch also auf die Frauen-Freundschaften, ein Hoch auf gegenseitigen Respekt;  auf dass wir Frauen Männer wie Frauen gleich werten, ohne zu vergleichen!

Frau + Gesellschaft: Die Macht des richtigen Frisörs
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Die Macht des richtigen Frisörs von Regula Stämpfli

Ein Buch über Bilder, Medien und Frauen

 

Regula Stämpfli ist eine renommierte, vitale und polarisierende Politologin und Philosophin, die kein Blatt vor den Mund nimmt und ihre Meinung dezidiert vertritt.

 

Ihr Buch handelt von Medien, Bildern – vor allem Frauenbildern. Sie „übersetzt“ Hanna Arendt (eine ursprünglich deutsche Philosophin, die in den USA lebte und vor einigen Jahren starb).

Ich musste Manches zwei Mal lesen und fand manchmal die Auszüge von Hanna Arendt fast einfacher zu verstehen als Stämpfli selbst. Der Einsatz lohnt sich aber. Sie fordert uns auf, das, was wir sehen und was wir lesen, in Frage zu stellen, Geltendes neu zu beurteilen, „unseren Blick zu alphabetisieren“, denn Bilder und Grafiken ersetzen mehr und mehr die Sprache. Der

Mensch verstummt, während Regeln und Formeln die Welt bestimmen, zum Beispiel:

  • Viele Botschaften argumentieren mit Zahlen oder Genkonstellationen. Wir sind genetisch programmiert, also wird unsere Tat ohne Moralkodex gerechtfertigt. Oder: das Leben  besteht aus Zahlen (Beispiel Grabsteine) ungeachtet vollbrachter Leistungen oder gemachter Erfahrungen
  • Hinter den glitzernden Kulissen der Medienwelt verstecken sich immerwährend gleiche Bilder, gleiche Botschaften oder Statements von  „Berühmtheiten für Nichts“ wie Paris Hilton und Co.
  • Rahmen statt Inhalt: Der Körper wird immer wichtiger, losgelöst von seinen Erfahrungen, sozialem Hintergrund oder Charakter. Körper müssen perfekt sein, damit der Mensch wahrgenommen wird.

 

Gerade wir Frauen sind dazu aufgefordert, genau hinzuschauen, neu zu beurteilen. Dazu hilft uns dieses Buch ganz sicher. Und wer es nicht ganz lesen will, findet am Anfang auf einigen Seiten eine komprimierte Zusammenfassung (ich las alles, um die Kurzfassung verstehen zu können).

Frau + Gesellschaft: Misogynie: Die Geschichte des Frauenhasses
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Misogynie: Die Geschichte des Frauenhasses von Jack Holland

Der Titel tönt vielleicht etwas heftig. Heftig scheinen auch die Gefühle des Autors gegen Männer zu sein, die alte und neue Methoden benutzen, um Frauen in ihre Schranken zu weisen.

 

Wenn Jack Holland mit Männern über sein Buch sprach, dann zwinkerten viele und meinten, dieses Werk sei eine Rechtfertigung für die Unterdrückung der Frau:

 

Das Ziel scheint also bis heute immer dasselbe zu sein: Frauen auf verschiedenste Arten unter Kontrolle zu behalten und ihnen einzureden, sie seien weniger wert. Dies geschieht über endlose Rechtfertigungen und Methoden: Einige Beispiele:

  • Die göttliche Rechtfertigung: Der Sündenfall: Eva ist wird für alles Übel der Welt und vor allem für die Lustgefühle der Männer verantwortlich gemacht
  • Die philosophische Rechtfertigung: Aristoteles: Die Frau ist ein unvollständiger Mann und wird mit allem an ihm gemessen.
  • Die "wissenschaftliche" Rechtfertigung: Herbert Spencer, 19. Jh: Ein Mädchen, das sein Gehirn überbeansprucht, wird flachbrüstig und ausserstande sein, ein richtig entwickeltes Kind zur Welt zu bringen
  • Die psychologische Rechtfertigung: Freud’s Penisneid, da die Klitoris kleiner sei als der Penis, beneideten die Mädchen die Jungen
  • Die körperlichen Einschränkungen und Zwänge: Welcher Mann würde sich beschneiden lassen, so dass er keinen Orgasmus haben könnte? Welcher Mann würde Verhütungsmethoden ablehnen und dafür 10 Kinder kriegen? Welcher Mann würde hinter einer Burqa verschwinden?
  • Die geistige Einschränkung durch die Vorenthaltung von Bildung

Jack Holland beginnt in der Antike, behandelt das Christentum, die Aufklärung, die prüden Viktorianer und die Neuzeit und sucht die Hintergründe bei den Männern..

Ich habe viel Bekanntes gelesen, aber auch Neues, schauerliche Beispiele und traurige Statistiken.

Trotzdem ist dieses Buch kein Gruselkabinett, sondern vor allem eine Hommage an die Frau und hat Stellen, über die man wirklich nur noch herzlich lachen kann.

 

Was für ein toller Mann, sich so ernsthaft für die Frauen eingesetzt zu haben – ihm ist ein Kränzlein zu winden, finde ich. Wie seiner Tochter Jenny Holland, ohne die das Buch nicht publiziert worden wäre, da Jack Holland leider kurz davor verstarb. Er wuchs unter starken Frauen auf und wusste sie zu schätzen.

 

Erschienen 2007 im Verlag Zweitausendundeins

Frau+Gesellschaft: Losfahren
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Losfahren von Manal al-Sharif

"Der Scheich sagt: 'Manal al-Sharif hat Böses getan. Wenn wir Frauen wie ihr erlauben, am Steuer eines Autos zu sitzen, werden wir die Kontrolle über unsere Frauen verlieren' ".

Dies ist eine Autobiografie; diese zeigt aber wohl exemplarisch auf, wie viele Frauen in Saudiarabien aufwachsen; freudlos in einer grauen Welt voller unglaublicher Vorschriften und Einschränkungen.


Die Autorin erzählt ihre Geschichte: Ihre Kindheit in wirtschaftlicher Bescheidenheit, ihre von ihrer Mutter geforderten Spitzenleistungen in der Schule, wo Mädchen einem Brainwash unterzogen werden; ihre salafistisch-extreme Einstellung zu allem Nicht-Islamischen und ihre fanatische Religiosität, bis sie erkennt, wie sie sich und ihre ganze Familie damit einschränkt.

Als sie beginnt, die Welt offener wahrzunehmen, merkt sie, wie eng ihre Grenzen sind - vorgegeben durch ihr Land und von ihr selbst. Durch ihre Protestaktion (selber Auto fahren, sich filmen und dies im Netz veröffentlichen) wird sie verhaftet und verlässt später ihr Heimatland, weil sie so nicht mehr leben kann.

Der letzte Satz im Buch ist: Der Regen beginnt mit einem einzigen Tropfen: Möge es Sturzbäche regnen, das wünsche ich allen Frauen in Saudiarabien.

Orient+Musik: Heilende Musik aus dem Orient

Heilende Musik aus dem Orient    Oruç Güvenç

In den weiten Steppen Zentralasiens entwickelten Schamanen mit ihrer Musik eine ganz spezielle Therapie. Dieses Wissen über die Heilkräfte der Musik ist umfassend und anspruchsvoll.

Die orientalische Musik basiert auf einem Tonleitersystem, Makam (Plural Makamat) genannt und ist um einiges komplizierter als unser System; es gibt unzählige Makamat, und den Wichtigen werden bspw. Farbe, Organe, Geschlecht oder Tageszeiten zugeschrieben. Die Musik, die auf einer mitgelieferten CD angehört werden kann, ist pentatonisch und klingt für unsere Ohren vielleicht etwas eintönig, aber ihre Wirkung ist nicht zu unterschätzen.


Diese uralte Tradition lässt Oruç Güvenç (TR) wieder aufleben und beschreibt die wichtigsten Merkmale in seinem Buch.
Er spielt diese uralten Instrumente; In Konzerten oder Workshops kann man sich dieser wunderbaren Sache hingeben und den Effekt selber spüren; auch in Zürich gibt es Musikerinnen und Musiker, die diese Methode anbieten.

In Österreich ist sie sogar erlernbar.

 

Reisebericht: Eine Tänzerin unterwegs: 40 days and 1001 nights
www.danseorientale.ch Moscheelampen

40 Days & 1001 Nights von Tamalyn Dallal

Tamalyn Dallal ist eine der ersten Mitglieder von "Belly Dance Superstars" aus den USA, eine Tanzgruppe mit den grossen Tänzerinnen des neuen Kontinents. 2007 kam ihr Reisetagebuch in den Handel (nur in Englisch erhältlich).

 

Ein arabisches Sprichwort besagt, dass man 40 Tage bei einem Volk leben muss, um es zu verstehen. Tamalyn nahm sich diesen Spruch zu Herzen und reiste in fünf verschiedenste Gebiete der islamischen Welt.

Ihre Ziele waren wohl vielfältig: Die islamische Kultur in all ihren Facetten kennen zu lernen; Vorurteile und schwarz-weiss Denken, das nicht nur in den USA herrscht, abzubauen; neue Freunde und 40 Tage lang alltägliches, einheimisches Leben dort kennen zu lernen.

 

Sie besuchte die vom Tsunami hart getroffene Region Banda Aceh in Indonesien, die berühmte Oase Siwa in Aegypten, die frühere Sklavenhandelinsel Zanzibar in Afrika, Jordanien und die autonome Region Xinjiang in China.

 

Das Buch ist ein recht persönliches Reisetagebuch mit spannenden, interessanten und lustigen Erlebnissen. Manchmal enthält es Längen mit Details, die mich persönlich nicht unbedingt interessieren. Auf jeden Fall aber ist es eine interessante Lektüre, die zu lesen sich lohnt.

Es scheint eine positive Tendenz zu sein, seine eigene kleine non-profit Welfare Organization zu eröffnen, um dem Leid entgegenzutreten, mit dem man direkt konfrontiert wurde: Auch Tamalyn reiht sich dort ein und spendet 10% ihrer Einnahmen am Buch, CDs und DVDs.

 

Ich habe keine neuen oder unglaublichen Erkenntnisse von dieser Lektüre gewonnen, aber einige spannende Aspekte des islamischen Lebens in verschiedensten Region der Welt kennen gelernt. Und dem weisen arabischen Sprichwort zu folgen, sich in eine Kultur hineinzugeben und dem gewohnten schnellen Massentourismus etwas entgegezusetzen spricht wohl nichts dagegen, oder? Denn nette, hilfsbereite, ätzende, anhängliche, klebrige, tolerante oder bornierte  Menschen trifft man hier wie dort, aber das Setting ist doch sehr verschieden von dem, was wir gewohnt sind, und das Positive überwiegt bei Weitem und lässt einen hoffen, auch mal so was zu unternehmen.

 

© Copyright Text: Irene von Salis Williams

Bildband: Islamic Fashion

Islamic Fashion: Mode:  Traditionelle und Moderne Mode in der Muslimischen Welt von Pepijn van Roojen

 

2012 herausgekommen und mir in der Buchhandlung begegnet, musste es sofort kaufen.

Dieser Bildband zeigt uns, wie vielfältig muslimische Mode war und ist, wie alte und neue Muster verarbeitet und integriert werden. Schwarz bis ganz bunt, matt bis hochglanz, schlicht bis überladen, bestickte Kostbarkeiten oder Ikatstoffe - der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

 

Ob man Ganzkörperbedeckung befürwortet oder dagegen ist: Ein Fest für die Augen ist dieses Buch auf jeden Fall und gibt vielleicht ein paar Ideen für Tanzkostüme....

 

Als Zugabe gibt es eine CD mit Muster-Beispielen.

Im Verlag Pepin Press

Roman: Wilde Feigen
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Wilde Feigen von Nedjma

Eine von der Ehe enttäuschte Frau lehrt eine junge Frau die Liebe.

 

"Mir blieb nur eine Möglichkeit, vor meinem Tod ein gutes Werk zu vollbringen: irgendein junges Mädchen mit den Freuden der Liebe vertraut zu machen".

 

Zobida wurde einem gewalttätigen alten Mann als Frau gegeben. Diese harte Zeit rächt sie, indem sie ein junges Mädchen aus dem Dorf "entführt" und es mit viel Frauenlist die Liebe lehrt.

Die anonyme Autorin, die sich Nedjma nennt, bricht Tabus, stellt die rigide Gesellschaftsform und den engmaschigen Umgang mit dem weiblichen Körper in ihrer nordafrikanischen Heimat in Frage und lässt sie die körperliche Liebe entdecken. Ein Hoch auf die Sinnlichkeit  des Weibes!

Roman: Die Schleierkarawane
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Die Schleierkarawane von Ismail Kadaré

Diese Geschichte des berühmtesten Schriftstellers Alabaniens beschreibt die Reise des Hadschji Milet, der den Auftrag bekommt, die Frauen der unterworfenen Völker im Balkan durch die Türkei zu verschleiern. Er kommt mit einer halben Million Schleier in Albanien an und sieht das erste Mal unverschleierte Frauen. Ihre Schönheit, Unbefangenheit und Lebendigkeit erschüttern sein bisheriges Weltbild.

Eine grossartig-traurige Geschichte, die zeigt, was totalitäre Macht bewirkt.

Leseprobe vom Fischer Verlag

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